VHS-Öffnung in Zeiten von Corona - Stellungnahmen zum Leserbrief aus dem Jeverschen Wochenblatt




- Stelllungnahme Herr Biehl: Wilhelmshavener Zeitung vom 18.11.2020

- Stellungnahme Frau Sommer: Wilhelmshavener Zeitung vom 16.11.2020

- Stellungnahme Herr Butter: Wilhelmshavener Zeitung vom 23.10.2020

- Bericht aus der Wilhelmshavener Zeitung (Stellungnahme zum Leserbrief aus dem Jeverschen  Wochenblatt vom 3.10.2020)

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Sehr geehrter Herr Grimpe,

drinnen, wenn Sie mal in die VHS schauen, sieht es gänzlich anders aus, als von Ihnen vermutet. Ihr Bild, dass Sie von unserer VHS vermuten und vermitteln, ist, pardon wenn ich dies so sagen muss, aus der Zeit gefallen, antiquiert und diskriminierend.

Zunächst herzlichen Dank für Ihre Mail und die damit zum Ausdruck gebrachte Besorgnis, dass die Kontaktvermeidung und der Schutz der Risikogruppe nicht gewährleistet ist.
Wir dürfen Ihnen vorweg versichern, dass auch wir uns unserer Verantwortung um den Schutz der Gesundheit bewusst sind und alles tun, um Gesundheitsgefährdungen zu vermeiden.

Zuerst möchten wir Sie darauf hinweisen, dass wir eine gesetzliche gefördert Erwachsenbildungseinrichtung sind, die an die Weisungen des Landes und der Kommune im Umgang mit Corona gebunden ist, wenn wir nicht unsere Fördergrundlagen verwirken wollen. Wir haben die Weisung der Bundeskanzlerin vom 28.Oktober in Absprache mit den Regierungschefs der Länder die uns als Bildungs- und nicht als Freizeiteinrichtung einordnet, vollumfänglich umgesetzt und ebenso die Corona-Verordnung des Landes Niedersachsen vom 30.10.2020 und sind sogar über diese Weisungen hinausgegangen, in dem wir bestimmte Bereiche, die wir als riskobehafteter eingeordnet haben, wie Schwimm-, Theater- und Kochkurse, Selbstverteidigung, Tanz- und Singkurse und Fahrten mit Übernachtung, ausgesetzt haben. Insofern handeln wir im gesetzlichen Auftrag und nicht auf freiwilliger Basis. Insofern ist es auch nicht unverantwortlich weiterhin Kurse anzubieten.

Ich empfehle Ihnen hierzu einen Blick auf die jüngste Videobotschaft der Präsidentin der deutschen Volkshochschulverbandes Frau Annegret Kramp-Karrenbauer auf unserer Internetseite www.vhs-whv.de.

Die Frage, wie „gerecht“ es ist, Bildungseinrichtungen offen zu halten und Freizeiteinrichtungen zu schließen, steht dabei ganz sicher auf einem anderen Blatt.

Dass in unseren Kursen 70-80 % Rentner sitzen, ist schlicht falsch, unser Anteil der über 65%jährigen beträgt zurzeit 16 %. Als kommunaler Abgeordneter und regelmäßiger VHS-Teilnehmer hätten Sie jederzeit die Möglichkeit, dies genauer einzuschätzen.

Dass unsere Teilnehmer Kurse aus „Langeweile“ machen, halten wir für eine auf Uninformiertheit basierende Diskreditierung unserer Teilnehmer.

Unsere Veranstaltungen bestehen zu 75% aus beruflich orientierten Kursen und Projekten, in denen sich Arbeitslose für eine berufliche Perspektive qualifizieren und vorbereiten. Der Integrationskursbereich, mit einem sehr hohen Anteil an Teilnehmenden dient der sprachlichen Förderung der Integration der bei uns lebenden Migranten, damit diese auch beruflich Anschluss finden.
In unseren Kursen des zweiten Bildungswegs bereiten sich Jugendliche auf ihre Abschlussprüfung vor, um Ihre Chancen auf einen Berufseinstieg zu verbessern.
Und in unseren Gesundheitskursen bieten wir eine Vielfalt von Präventionsstrategien zur Gesunderhaltung an. Und auch unsere Fremdsprachenkurse dienen nicht nur dem Erwerb interkultureller Kompetenzen und fachlichen Know Hows im globalen Wirtschaftsgeschehen, hier hinken wir ohnehin vielen Ländern weltweit hinterher, sondern auch dem kundigeren Reisen in andere Länder, wenn dies wieder möglich ist, der Völkerverständigung und einem besseren sozialen Miteinander.
Wir könnten dies noch weiter ausführen, es mag genügen, um Ihrem Argument der Teilnahme aus „Langeweile“ zu entgegnen.

Dass wir unsere Veranstaltungen in relativ kleinen Räumen durchführen, ohne ausreichende Lüftung entspricht nicht den Tatsachen und zeugt von Unkenntnis unserer Gebäude oder ignoriert die Tatsache, dass z.B. der Raum, in dem Sie als Teilnehmer angemeldet sind, die einschlägigen Vorschriften genau umsetzt und einhält.
In unseren 10 Gebäuden mit über 10.000 qm verfügen wir nicht nur über eine große Anzahl von sehr unterschiedlichen Räumen, gerade in unseren Kasernengebäuden sind die Räume besonders groß konzipiert, zwischen 64 qm und 89 qm.
Wir haben für alle Räume ein abgestimmtes Hygienekonzept, auch für kleinere Räume in denen zum Teil nur max. 5 Teilnehmer unterrichtet werden dürfen.
Unser Lüftungskonzept sieht eine regelmäßige Lüftung alle 20 Minuten vor und wir haben in allen Gebäuden Maskenpflicht bis zur Einnahme eines Sitzplatzes im Seminarraum.

Wir leisten also sehr wohl unseren Beitrag, „um dem Sterben Einhalt zu gebieten“,

Sehr geehrter Herr Grimpe,
wir laden Sie herzlich ein, sich selbst davon auch vor Ort zu überzeugen.

Dies hätten wir im Übrigen auch von Ihnen als Kommunalpolitiker im Vorfeld erwartet, bevor Sie sich an die Öffentlichkeit wenden, um damit Stimmung zu machen. Im Übrigen halte ich auch den von Ihnen genutzten Wortlaut, insbesondere auf Facebook, für nicht geeignet, einen verantwortungsvollen Umgang auch in strittigen Fragen zu führen.

Mit freundlichen Grüßen

Werner Sabisch
Geschäftsführer


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