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Die aktuelle Flüchtlingskrise ist vor allem den Ereignissen im Nahen Osten geschuldet. Dabei gerät eine langfristig viel bedrohlichere Entwicklung aus dem Blick: die Völkerwanderung Zehntausender Afrikaner nach Europa. Prinz Asfa-Wossen Asserate, einer der besten Kenner des afrikanischen Kontinents, beschreibt die Ursachen dieser Massenflucht und appelliert an die europäischen Staaten, ihre Afrikapolitik grundlegend zu ändern. Andernfalls werden es bald nicht Tausende, sondern Millionen von Flüchtlingen sein, werde diese größte Herausforderung Europas im 21. Jahrhundert in einer Katastrophe enden - für Afrika und Europa.
Als langjähriger Afrika-Berater deutscher Unternehmen kennt Prinz Asserate die Missstände genau. Durch westliche Handelsbarrieren und Agrarprotektionen verliert Afrika jährlich das Doppelte dessen, was es an Entwicklungshilfe erhält. Zudem werden Gewaltherrscher hofiert. Gerade diejenigen, die der Kontinent für seine Entwicklung dringend braucht, kehren ihrer Heimat den Rücken und verschlimmern so die Situation vor Ort. Europa, so Asserate, muss Afrika als Partner behandeln und gezielt diejenigen Staaten unterstützen, die demokratische Strukturen aufbauen und in ihre Jugend investieren. Nur so kann es gelingen, den fluchtbereiten Afrikanern eine menschenwürdige Zukunft auf ihrem Kontinent zu ermöglichen.
Prinz Asserate zeigt unter anderem durch sein Buch "Die neue Völkerwanderung" Lösungen auf und appeliert an die europäischen Staaten, ihre Afrikapolitik grundlegend zu ändern, um eine erneute Massenfluch zu verhindern, denn dies würde für Afrika und Europa weitreichende Folgen haben.

Kurs abgeschlossen Der Zerfall - Europas Krisen und das Schicksal des Westens

(Hans Beutz Haus, ab Mi., 13.2., 18.30 Uhr )

Europa steht vor seiner wohl größten Herausforderung seit Ende des 2. Weltkriegs. Wird die Rückkehr der Nationalstaaten zu neuen Kriegen in Europa führen? Stehen wir am Ende des transatlantischen Zeitalters? Wie konnte es überhaupt so weit kommen? Für den ganzen europäischen Kontinent steht sehr viel auf dem Spiel: Es geht um die Bewahrung einer freiheitlichen internationalen Ordnung, die Grundlage der längsten Phase von Frieden und Wohlstand ist, die Europa je erlebt hat. Er schien schon zum Greifen nah: Der große Traum eines geeinten Europas. Ohne Binnengrenzen, verbunden durch eine einheitliche Währung und einen gemeinsamen Binnenmarkt, abgesichert durch die NATO und die enge Kooperation mit den USA. Doch dieser Traum scheint das zu bleiben, was er ist: Nur ein Traum, der schlimmstenfalls zum Albtraum mutiert. William Drozdiak, Europa-Korrespondent der Washington Post, beschreibt nicht nur, wie es zu dem prekären Zustand der EU kommen konnte. Seine Analyse zeigt darüber hinaus, wie ein zerrüttetes Europa gleichzeitig den Modellcharakter der westlichen Demokratien verliert und riskiert, nach jahrzehntelanger Stabilität erneut in einen Zustand politischer Abhängigkeiten, wirtschaftlicher Unsicherheit und sozialer Unruhe zu versinken. Insbesondere Deutschlands politische Entwicklung wird darüber entscheiden, welchen Weg Europa in den nächsten Jahren nehmen wird.
Der Vortrag findet auf Englisch statt! Inhaltliche Abschnitte werden zusammenfassend ins Deutsche übersetzt. Herr Drozdiak wird die Einführung auf Deutsch halten, wie auch die Fragen im Anschluss
Tesla, Google, Apple, Facebook, Uber: wie schafft es das Silicon Valley über gestandene Industrien hinwegzurollen und uns nur mehr reagieren zu lassen, und uns die Innovationsführerschaft zu aus der Hand zu nehmen? In diesem Vortrag spricht der seit 2001 im Silicon Valley lebende Technologieforscher und Buchautor Mario Herger am Beispiel der Automobilindustrie, wie Firmen aus dem Silicon Valley mit autonomen, elektrischen und gesharten Autos unsere Industrien, Städte und Gesellschaften nachhaltig ändern.
»Die Entfremdung vieler Wähler von unseren Volksparteien stellt eine existenzielle Bedrohung dar, und zugleich sind viele der veröffentlichten Lösungsvorschläge haarsträubender Unsinn!« Timo Lochocki
Die Umfragewerte der etablierten Parteien bröckeln, ihre Angebote scheinen beliebig. Im Aufschwung sind die politischen Ränder, insbesondere Rechtsaußen. Ein Rezept dagegen scheint es nicht zu geben. Der Politologe Timo Lochocki widerspricht: Dem Erstarken des Populismus lässt sich mit den Mitteln der repräsentativen Demokratie begegnen. Seine internationale Forschung ermöglicht ihm den Vergleich mit anderen westlichen Staaten (u.a. Großbritannien, Frankreich, USA, Schweden, die Niederlande). Er kommt zu verblüffenden Ergebnissen und räumt fundiert mit zahlreichen Missverständnissen auf, die die Debatte blockieren. Aus seinen wissenschaftlichen Forschungen stellt Lochocki dem ein konkretes Programm für die Renaissance der Volksparteien entgegen.
Timo Lochocki, Dr. phil, studierte Interdisziplinäre Sozialwissenschaften in Deutschland, den USA und Norwegen. 2014 promovierte er an der Humboldt Universität Berlin zu den Gründen für den Auf- und Abstieg rechtspopulistischer Parteien in Westeuropa. Er war bis zum Jahreswechsel 2017/2018 Forschungsleiter im Europaprogramm des German Marshall Fund of the United States (GMF) in Berlin, berät bundespolitische Entscheidungsträger und kommentiert europäische Parteipolitik, u. a. für die »New York Times«, »Zeitonline«, »The Economist«, »Politico Europe«.

Kurs abgeschlossen Das Ende der Mittelschicht

(Hans Beutz Haus, ab Do., 9.5., 18.30 Uhr )

»Die Digitalisierung wird die Mittelschicht vernichten.« Joe Kaeser, Siemens-Chef
Wir besuchten funktionierende Schulen, studierten kostenlos und freuten uns über Festanstellung, Altersvorsorge und Kündigungsschutz. Wir hatten bezahlten Urlaub und demonstrierten gegen Volkszählung und Überwachungsstaat. Wie naiv wir waren! Heute entmündigt Deutschland sich selbst mit jedem Klick bei Apple, Facebook oder Google.
Die Mittelschicht muss Abschied nehmen von der Welt, wie wir sie kannten. Die High-Tech-Gurus raunen das Wort »disruption«, doch kaum jemand spricht über das wahre Ausmaß dieser angekündigten »Zerstörung«. Dabei wird die »Revolution 4.0« zum digitalen Vernichtungsfeldzug auf dem Arbeitsmarkt. Hunderte Berufe verschwinden, und niemand weiß, wie unsere sozialen Sicherungssysteme überleben sollen. Was aber geschieht mit einer Gesellschaft, die auf Teilhabe, Arbeit und dem Wohlstand einer breiten Mittelschicht beruht? Daniel Goffart tritt Verharmlosern und Beschwichtigern in Politik und Wirtschaft mit Zahlen und Fakten entgegen und zeigt auf, was getan werden muss, um die Wertschöpfung im Zeitalter der Digitalisierung gerecht zu verteilen.
Daniel Goffart begann als Rechtsanwalt, arbeitete für einen deutschen Konzern und schreibt seit mehr als zwanzig Jahren über politische und ökonomische Fragen. Goffart leitete beim »Handelsblatt« das Ressort Wirtschaft & Politik und ist heute Chefkorrespondent beim Nachrichtenmagazin »Focus« in Berlin.

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